Bordnetz / Echolot in Kajak einbauen

Ein Ziel, viele Möglichkeiten…

Es gibt sehr viele Möglichkeiten an einem SOT-Kajak ein Echolot zu montieren, von der portablen Lösung bis zum Festeinbau, ich habe die letztgenannte Variante gewählt und gehe weiter unten auch genauer darauf ein warum. 

Vorüberlegungen

Schon bevor ich den Bohrer das erste Mal am Boot ansetze, sollte eigentlich schon bis ins letzte Detail im Kopf gepant sein was genau ich haben will und warum. Klingt einfach, ist es aber nicht. Meine Planung trage ich schon seit Monaten im Kopf, mehr oder weniger oft geändert. Dann wollte ich mit meinem Echo unbedingt mal spontan los an die Küste und habe es dazu vorher nur notdürftig installiert, einfach um es mal ausprobieren zu können. Dann wurde nichts daraus und meine „Notlösung“ befand sich wochenlang am Boot, was mich jedesmal wenn mein Blick darauf viel daran erinnerte das es Zeit würde die Sache mal ordentlich zu machen. Leider hatte ich die letzten Wochen nur sehr wenig Zeit…

Jeder Schrauber kennt es: So manche Idee kommt erst während der Schrauberei…

Zudem hatte ich zwischendurch die Idee in einem „Abwasch“ sozusagen, gleich noch einen E-Motor anbauen zu wollen, dies habe ich dann später wieder verworfen, warum erkläre ich später.

Das Bordnetz

Ein Echolot braucht einen externen Akku, ohne geht gar nichts. Im Netz sind dazu teilweise abenteuerlich anmutende Konstruktionen zu bewundern, vom Einbau in Frischhalteboxen bis zur fetten Autobatterie im Heck, bei mir sollte es stark, handlich und möglichst leicht zu warten und zu installieren sein.

Wer einmal Strom im Boot hat, kann damit mehr machen als nur das Echolot zu betreiben, ich halte einen externen Voltmeter für wichtig…

Voltmeter

…und auch die Möglichkeit während eines möglicherweise langen Angeltages sein Handy an einem USB- Anschluss aufladen zu können.

USB

Einbau des Akku

Ich habe mich schon aus Gründen der Gewichtsverteilung im Boot dazu entschlossen den Akku möglichst weit vorn, geschützt und frei von jedem Spritzwasser zu montieren, schon aus Sicherheitsgründen. Dazu bot sich bei meinem Kajak die vordere Ladeluke an, da diese einen freien Durchgang zum Bootsinneren bietet.

Also einfach raus mit dem vorderen Trockensack und ein Brett samt mit Kabelbindern fixiertem Akku von innen in den Rumpf (gegen die äußere Fußstütze) geschraubt. Ich hatte vorher zwei Mal probiert das Brett mit Silikon einzukleben, es hielt einfach nicht obwohl ich jedes Mal das PE mit Benzin ordentlich gesäubert hatte, gab es nach dem Antrocknen keine haltbare Verbindung zwischen dem Rumpf und dem Sockelbrett. Es musste leider gebohrt und geschraubt werden…

angelkajak_pike_article4

Akku innen

Als Akku verwende ich eine 7,5 Ah starke Gelvariante, war gar nicht so teuer, bekommt man schon um die 20 Euro.

Verbraucher installieren

Im Grunde führt nur ein einzelnes Netz-Kabel vom Akku zum Echo, dieses habe ich ganz normal durch das Boot geführt.

DSC_0016

Die Kabel von Voltmeter, USB- Anschluss und Echolot habe ich dann im Bootsinneren zusammen gefasst und in einen 2-poligen Stecker (Bild oben) münden lassen, eine 3er Sicherung ist dazwischen geschaltet, schließlich arbeiten wir an einem Gerät das permanent mit Wasser in Berührung kommt!

Lowrance eingebaut

Und schon hat alles Strom

Damit ist es aber nicht getan. Um nun den Akku ohne Ausbau aus dem Boot laden zu können, habe ich dazu den gleichen Stecker noch einmal gekauft und mit Endpolen versehen, an die ich dann das Ladegerät anklemmen kann.  Ich brauche dazu also lediglich den eigentlichen Bordnetzstecker gegen den Ladestecker zu tauschen.

Stecker fuer Ladegeraet

Ich habe bisher lediglich über ein uraltes, über 30 Jahre altes Ladegerät verfügt, für meine Autobatterien war mir dies immer noch gut genug, für den Gelakku wollte ich aber eine etwas besser „kontrollierte“ Ladung haben und habe dazu ein neues Gerät angeschafft, dieses zeigt bei Verwendung sofort den Akkuzustand und den Fortschritt der Ladung mittels Kontrolllampen an.

Ladegeraet

hier beim Ladevorgang…

Ladevorgang

Zudem sieht man auf oberem Bild das ich den Geber für das Echo über einen Seitenarm nach links aus dem Boot und ca. 3 cm über dem Kiel montiert habe. Ein Aufsetzen auf Grund sollte damit unmöglich sein.

Echolot und Voltmeter immer im Blick, USB- Anschluss in Reichweite…

Total alles im Bild

 

Dann habe ich auf dem Seitenarm gleich noch meine Actioncam installiert, diese ist so sehr einfach um 360 Grad drehbar, so wie man es braucht, ohne beim Angeln wirklich zu stören.

Im Ergebnis habe ich die vordere Ladeluke mit Trockensack nach wie vor voll zur Verfügung, der Akku sitzt trocken und sicher im Innern des Bootes und ist an dieser Position wartungsfreundlich untergebracht. Alle Kabel liegen weit über dem Innenrumpf, somit sollte selbst ein wenig Wasser im Boot keine Probleme bereiten können.

Voltmeter und USB- Anschluss sind wasserdicht mit Gummidichtringen und stammen aus dem Bootszubehör, ich rate davon ab Teile aus dem Autozubehör zu verwenden, mir wäre dies zu gefährlich, die nächste Rauhwasserfahrt kommt bestimmt!

Ich halte einen USB- Anschluss für wichtig, da ich bei aufkommendem Nebel allein mittels meines Handys navigieren kann, mein Lowrance hat keinen Kartenplotter, dies war mir für ein Kajak einfach  zu to-much, solche Situationen können an der Küste recht schnell eintreten, ganz klar, dann sollte das Handy aber bitte auch einen gut geladenen Akku haben.

Am Ende eines Angeltages an dem man zum Zielort navigiert ist, bisschen was gefummelt hat und paar Videos gemacht hat, kann so ein Akku schon mal schlapp machen. Daher meine Entscheidung für die Lademöglichkeit IM Boot!

Hier liegt noch ein Zigarettenanzünder, den hatte ich mitbestellt, mir aber dann doch verkniffen 😉

Es gibt noch viele andere Montagemöglichkeiten der Geräte, auch abhängig vom jeweiligen SOT- Modell, mir schien es so wie oben bei meinem Kajak die Sinnvollste zu sein. Morgen bin ich an der Küste, Probelauf! Petri!

 

 

 

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