Herstellung und Preisniveau von Meerforellenködern

Handarbeit hat seinen Preis!

Ich habe mich erst kürzlich noch sehr intensiv mit einem Händler und Shopbetreiber unterhalten, der sein Angebot speziell auf die Angelei auf Meerforelle ausgerichtet hat. Eines der Primärthemen waren die Entwicklung, die Herstellung und die Endpreise im Verkauf. Ursprung der Unterhaltung waren die in meinen Augen doch recht hohen Preise für die Köder…

Da ich selbst aus dem Maschinenbau komme und viele Jahre in Betrieben der Metallgießerei und für Feinstanztechnik tätig war, bin ich bisher immer von einer industriellen Fertigung dieser Köder ausgegangen, dem ist jedoch nicht so, wie ich mich selbst habe überzeugen können.

Produktionskosten

Ein Meerforellenköder (Blinker) ist in der Regel lediglich ein gestanztes Blechteil mit zwei Sprengringen, der Materialwert liegt dabei um lediglich ca. 50 Cent. Hinzu kommen noch die Kosten für die Lackierung, mit viel Wohlwollen kann man dazu noch einmal ca. 50 Cent kalkulieren. Damit wären wir dann bei einem Materialeinsatz von einem Euro…

Gußköder, wie einige Meerforellen Wobbler und Blinker (insbesondere Inline-Blinker sind immer Gußteile) werden in Formen gegossen und anschließend entgratet, grundiert und lackiert – auch hier liegt der Materialwert in etwa auf dem gleichen Niveau wie bei den Stanzteilen.

Entwicklungskosten

Hier sieht es schon ganz anders aus. Ein Meerforellen Blinker oder Wobbler muss in der Praxis die gewünschten Eigenschaften haben um fängig zu sein, dazu zählen in erster Linie das Laufverhalten (Aktion) beim Spinnen und in Absinkphasen – also die Formgebung, das Gewicht, die Farbe usw. Varianten einer bestimmten Formgebung und Gewicht wollen ausgiebig hinsichtlich des Laufverhaltens getestet werden, hinzu kommen vielfältige Farbvarianten für unterschiedliche Einsatzbedingungen wie z.B. unterschiedliche Witterungsverhältnisse und Licht, trübes Wasser etc.

Da möchte ich lieber doch nicht wissen, wie viele Stunden im Wasser getestet werden muss, bis ein bestimmtes Merkmal des Köders erreicht ist.

 

Tipp: Und so nebenbei angemerkt, bietet der oben von mir verlinkte Shop nach meinen Recherchen die besten Preise am Markt und hat ein absolut erstklassig gut sortiertes  Angebot von nahezu allen für Mefoangler relevanten Herstellern…

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. michael sagt:

    Hallo Felix,
    ein sehr schöner Artikel. Es ist in der Tat so das viele Köder von kleinen Produzenten aus Dänemark kommen. Die Köder werden dabei mit einfachsten Mitteln meist von Hand hergestellt. Viele haben nur eine Gußform pro Köder man kann sich den Aufwand kaum vorstellen. Deshalb finde ich den Preis von 7,80 Eur – 8,50 Eur auch OK für einen D360° zahlt man auch schon um die 7EUR und der kommt zu 100% aus China.
    Michael

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  2. Bruno Deussing sagt:

    Hallo Felix, das nenne ich mal einen guten Artikel. Leider wird oft verkannt das in der Herstellung der Blinker sehr viel Aufwand und Kosten stecken die man im Geschäft so nicht erkennt, man sieht nur die Mengen und geht einfach davon aus das diese Köder ein Massen Produkt sind welches doch günstiger sein müsste. Das aber ist nicht der Fall wie Dein Bericht und das Video zeigen, als Fazit empfehle ich daher erst zu überlegen woher kommt der Blinker und welcher Aufwand steckt darin diesen zu bauen und dann kann ich über den Preis nachdenken.

    Gruß Bruno

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  3. Felix Arnst sagt:

    Hallo Bruno, es freut mich, dasss dir der Artikel gefallen hat. Gerade für uns Mefo-Jungs findet sich hier noch mehr in der Richtung… 😉

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